Philanthropy & Charity : Die Armut besiegen. Das Programm des Friedensnobelpreisträgers

Die Armut besiegen. Das Programm des Friedensnobelpreisträgers

EUR 19,90


langatmig aber sehr gut - Der Autor hat tolle Ideen und setzt diese auch noch gekonnt um. Eine echte Bereicherung, leider stellenweise etwas langatmig und er wiederholt sich doch recht oft. Trotzdem sollte man dieses Buch unbedingt gelesen haben.

Mutiges Programm - Muhammad Yunus ist kein Bankier, doch er entwickelte ein revolutionäres Bankenkonzept, als er beobachtete, dass die Armen in seinem Heimatland Bangladesch, die Kredite am dringendsten benötigen, diese von herkömmlichen Banken nicht erhalten.Um die Grameen Bank, Keimzelle der von Muhammad Yunus ins Leben gerufenen Sozialunternehmen, geht es in diesem Buch vorrangig. Der Friedensnobelpreisträger konnte beweisen, dass die Armen ihre Mikrokredite – meistens geht es nur um zwei- oder kleine dreistellige Eurobeträge - wesentlich zuverlässiger zurückbezahlen als konventionelle Bankkunden, insbesondere, wenn sie in ein soziales Gefüge von Kreditnehmern eingebunden werden. Die Grameen Bank und weitere Unternehmen der Grameen-Gruppe wenden sich vor allem an Frauen, und zwar aufgrund der Beobachtung, dass diese, anders als die meisten Männer, das erhaltene Geld nicht für sich nutzen, sondern für ihre Familie und deren Zukunft. Muhammad Yunus führt aus, wie bettelarme Frauen angesichts der Mikrokredite pfiffige Geschäftsideen hatten, und wie sich über innovative Technologien Ein-Frau-Unternehmen entwickelten: etwa die Telefon-Damen, Frauen im Besitz eines Mobiltelefons, über die sich die Telekommunikation ganzer Dörfer abwickelt. Die Telefon-Damen, so Muhammad Yunus, bieten zum Teil mittlerweile auch den Zugang zum Internet an.Dem Autor gelang es, einen der Global Player der Lebensmittelindustrie für ein Non-Profit-Joint-Venture zu gewinnen.Genau dies ist die Idee der Sozialunternehmen, für die der Autor eine Lanze bricht: Unternehmen in allen Bereichen der Wirtschaft, doch auch Krankenhäuser, Versicherungen und andere Einrichtungen, die ohne Profit arbeiten.Es lohnt sich, dieses Buch zu lesen, denn hier wird eine Art von Entwicklungshilfe vorgestellt, die sich langfristig und nachhaltig positiv auswirkt, und zwar unmittelbar für die Armen - gleichgültig, in welchem Land.

Eine Utopie, die bereits zum Teil Realität geworden ist - Auch wenn Utopien heutzutage nicht hoch im Kurs liegen: Muhammad Yunus traut sich, von einer besseren Welt zu erzählen – was daran liegt, dass seine Utopie bereits ein Stück weit Realität ist: Yunus hat die Grameen Bank aufgebaut, die Kredite an die Ärmsten der Armen vergibt und ihnen so ermöglicht, sich an den eigenen Haaren aus dem Armutssumpf zu ziehen. Die klassische Hilfe zur Selbsthilfe also. Aus bescheidenen Anfängen gewachsen, ist die Grameen Bank ein Vorbild geworden für ähnliche Einrichtungen weltweit. Yunus und seine Bank wurden 2006 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Dieses Buch wird als „Programm des Friedensnobelpreisträgers“ verkauft. Der Inhalt ist, genau wie einst die Idee zur Bank, recht utopisch: Yunus bricht eine Lanze für die Sozialunternehmen, die nicht gewinnorientierte Facette des Kapitalismus. Vor allem referiert er, wie toll die Grameen Bank und ihre Ableger sind, was legitim ist – aber noch lange kein Programm. getAbstract empfiehlt das Buch dennoch allen, die wissen wollen, wie die Armut besiegt werden kann.




Die Armut besiegen. Das Programm des Friedensnobelpreisträgers